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Grabkreuz
  • Grabkreuz
  • Kreuz
  • verbale Datierung: 10. Jahrhundert
  • Ägypten, vermutlich Faijum (Land/Region)
  • Holz (Akazie)
  • 66 x 44,5 x 5,7 cm
  • Ident.Nr. 9669
  • am 18. April aus der Ägyptischen Abteilung (heute Ägyptisches Museum und Papyrussammlung) überwiesen; dort unter Nr. 19565 inventarisiert; 1910 von Generaldirektor Bode über Carl Schmidt erworben
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Das Holzkreuz besteht aus einem Längsbalken und einem Querbalken. Im oberen Drittel des Längsbalkens ist eine rechteckige Kerbe ausgespart, in die der Querbalken zentriert eingesetzt wurde. Die Schmalseiten des Querbalkens und des Längsbalkens oben schließen mit einer annähernd ovalen Scheibe ab, wobei der Übergang zu den Balken eingekerbt und durch eine geritzte Linie betont ist. Das Kreuz ist mit einer Inschrift versehen, die auf dem oberen Teil des Längsbalkens beginnt, sich über den Querbalken fortsetzt und auf dem unteren Teil des Längsbalkens endet. Aus dem rechten Teil des Querbalkens ist nachträglich, nachdem die Inschrift eingeritzt wurde, ein kleiner, quadratischer Block ausgeschnitten und dann wieder eingefügt worden. Er lässt sich nach vorne und hinten herausschieben. Eine plausible Erklärung gibt es dafür nicht.
Die koptische Inschrift auf dem oberen Teil des Längsbalkens ist stark verwittert und lässt sich nur mit Mühe rekonstruieren. Ansonsten ist der Text gut lesbar. Er lautet übersetzt:
+ Oh Gott aller Geister und Herr allen Fleisches! + Möge ruhen (?) die Seele dieser glückseligen (verstorbenen) Brüder Asosi und Severus und Thotei und Schenute. Sie verstarben am 21. Tobe, 650 nach Diokletian (= 934 n. Chr.)


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