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  • Lasso mit Lassoöse
  • 2010
  • Gebrauchsort: Jokkmokk, Schweden
    Samen (Sámi, "Lappen") (Ethnie)
    Sápmi (Nordeuropa) (Region)
  • Kunststoff
  • Länge: 19 m
  • Ident.Nr. N (11 G) 532/2010
  • Sammlung: Museum Europäischer Kulturen
  • © Foto: Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Beschreibung
Grünes Lasso aus weichem Plastik, mit roter Lassoöse aus hartem rotem Plastik.

Lassoöse: nordsámisch: giela
Lasso: nordsámisch: suohpan (Verb= das Lasso werfen)
Die Lassoöse ist mit zwei halben Schlägen am Lasso befestigt.
Der Tätigkeitsvorgang, das Lasso zu werfen, wird auf nordsámisch "suohpan" genannt. Die sámische Technik unterscheidet sich stark zu der bekanntesten, aus Nordamerika stammenden Technik. Anstatt die Schlinge über dem Kopf zu schwingen, wirft man in Sápmi einige mit der Werfhand aufgenommene Schlaufen mit der Schlinge zuoberst. Die aufgenommenen Schlaufen verleihen dem Lasso das nötige Wurfgewicht. Die restliche Leine verbleibt in weiteren Schlaufen in der anderen Hand. Der Wurf mit gestrecktem Arm in einem Bogen vom Körper weg ausgeführt. Begonnen wird der Schwung kurz unter der Hüfte, schräg hinter dem Körper. Das Lasso wird losgelassen, wenn sich der Arm auf der maximalen Höhe schräg vor dem Körper befindet. Wenn der Wurf geglückt ist, wickelt sich die Leine aus und die Schlinge landet über dem Ziel, dem Rentier.
Das Lassowerfen ist darüberhinaus eine Wettkampfdisziplin bei den sámsichen Spielen. Heutzutage sind Lassos aus weichem Plastik. Für bestimmte Kältegrade sind unterschiedliche Weichheitsgrade nötig, da ansonsten das Lasso spröde werden kann.

Dieses wurde an einem Stand auf dem Herbstmarkt von Jokkmokk/ Schweden erworben.


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