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Medaillon mit Christus zwischen Maria und Johannes dem Täufer (Deesis)
  • Medaillon mit Christus zwischen Maria und Johannes dem Täufer (Deesis)
  • Relief
  • verbale Datierung: 13. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Venedig oder Oströmisches Reich
  • Glasfluss (dunkelrot mit schwarzen Streifen)
  • Höhe: 4,8 cm
    Breite: 4,2 cm
  • Ident.Nr. 2193
  • 1892 erworben
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Beschreibung
Das Medaillon hat die Form eines Rechtecks mit abgerundeten Ecken. Es trägt die Darstellung der Deesis, das heißt Fürbitte, in ihrer dreifigurigen Ausprägung. In der Mitte thront frontal Christus, ein Buch in seiner linken Hand, die rechte im Redegestus vor die Brust geführt, auf einem Thron mit gedrechselten Beinen. Seine Füße ruhen auf einem Fußschemel (Suppedaneum). Zur Rechten Christi steht seine Mutter Maria, zu seiner Linken Johannes der Täufer. Sie wenden sich leicht vorgeneigt und mit bittend erhobenen Händen Christus zu. Alle drei Figuren sind durch Nimben ausgezeichnet, in den Nimbus Christi sind Kreuzhasten als Zeichen seines Todes am Kreuz eingezeichnet. Zuseiten seines Kopfes wird er durch seinen griechischen Namenskürzel IC XC für 'Jesous Christos' noch einmal ausdrücklich bezeichnet. Die linke Buchstabengruppe ist durch einen Ausbruch an der oberen Kante des Medaillons fast völlig zerstört.
Maria und Johannes der Täufer galten durch ihr besonderes Verhältnis zu Christus - Maria als Mutter, Johannes als Vorläufer Christi - als besonders geeignet, als Vermittler zwischen den Menschen und Christus zu dienen. So entstand der Bildtypus der Deesis, also Fürbitte, in dem die beiden für die Vergebung der Sünden der Menschen bitten.
Das Medaillon wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.


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