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  • Tierfigur aus Ton
  • 1000 - 1550
  • Costa Rica
    San José (Provinz)
    El General (Ort)
  • Ton
  • Objektmaß: 8,7 x 6 x 4,5 cm
  • Ident.Nr. IV Ca 41584
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Amerika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andrea Blumtritt
Beschreibung
Kleine, bimorphe Figur, die am Bauch eine runde Öffnung besitzt. Das hohle, stehende Objekt wird durch Ritzungen und Kerben verziert. Das gestalterische Konzept lehnt sich deutlich an die Formgebung von Kupfer-Gold Objekten an. Die Skulptur wurde geglättet, geschlämmt, grundiert und poliert. Ihre Grundierung ist partiell erodiert. Das Objekt besitzt schulter- und kopfständige Frakturen.

Die monochrome Keramik hat eine braun-rote Grundfarbe. Die Skulptur stellt ein raubkatzenähnliches Wesen dar, das auf seinen Hinterbeinen steht. An Armen, Beinen und am Rücken befinden sich mäanderförmige oder konzentrische Gravuren. Die Pfoten der Figur besitzen gekerbte Verzierungen. Vom Hinterkopf des Objekts hingen zwei(?) gegenständige Schlangenleiber herab, die auch als doppelköpfiges Wesen interpretiert werden können. Ähnliche Figuren wurden in der Region Diquís als Kupfer-Gold-Legierungen hergestellt. Sie symbolisierten möglicherweise die magischen Fähigkeiten von Schamanen. Nach MacCurdy (1911): chocolate incised ware. Nach Lothrop 1926: chocolate ware. Nach Haberland (1959): braune Ritzgefäße.

Kulturelle Bedeutung: überregionaler Typ. Einige Verzierungen der Gruppe imitieren die gravierten Friese, mit denen die katzenähnlichen Reibtische versehen wurden, die aus dem Zentralen Hochland und der Region Diquís stammen.
(Künne 2004)


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