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  • Tongefäß
  • Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939), Sammler
  • 1000 - 1550
  • Costa Rica
    Puntarenas (Provinz)
    Llanos de Térraba (Landschaft)
    Buenos Aires (Ort)
  • Ton
  • Objektmaß: 10,4 x 10 x 10 cm
    Öffnung: 2,5 cm
    Mündung: 4,5 cm
  • Ident.Nr. IV Ca 41543
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Amerika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andrea Blumtritt
Beschreibung
Kleiner, kugelförmiger Krug mit kurzem Hals und wulstartig verdicktem Rand. Das rundbodige Gefäß besitzt zwei oberrandständige, vertikale Bandhenkel. Es wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Seine Außenseite ist grundiert, bemalt und hoch poliert. Am Rand befinden sich kleine Bruchstellen. Die schwarze Bemalung ist stark erodiert.

Die Außenseite der Keramik wurde rot-orange, schwarz und weiß bemalt. Das untere Gefäßdrittel, die Henkel, der Hals und der Rand besitzen eine rot-orange Bemalung. Die oberen zwei Drittel des Körpers sind weiß bemalt (Positivtechnik). Sie wurden mir schwarzen Dreiecken und Linien verziert, die unter der weißen Deckfarbe liegen und durch diese hindurchscheinen (Negativtechnik). Die weißen Punkte, die sich auf einigen schwarzen Linien befinden, zählen zur Positivbemalung. Die Innenseite des Halses wurde rot-orange bemalt. Nach Holmes 1888: lost colour groupe.

Kulturelle Bedeutung: negative Bemalungen werden von vielen Wissenschaftlern als südamerikanische Technik verstanden. Sie tritt in Costa Rica seit dem Ende der Periode IV (500d.C.-1000a.C.) auf und erreicht in der Periode V (1000-500d.C.) ihren Höhepunkt (Snarskis 1983: 111).
(Künne 2004)


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