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  • Tongefäß
  • Policromo Medio (800 - 1350)
  • Costa Rica
    Guanacaste (Provinz)
    Santa Cruz (Kanton)
    Santa Bárbara (Ort)
  • Ton
  • Objektmaß: 20,6 x 16,4 x 20,1 cm
    Mündung: 9,5 cm
    Wandstärke: 0,74 cm
    Gewicht: ca. 1,2 kg
  • Ident.Nr. IV Ca 41132
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Amerika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andrea Blumtritt
Description
Dreibeiniger, ovaloider Krug mit fließendem Halsansatz. Das Objekt besitzt einen hohen, konkaven Hals mit leicht auskragendem Rand. Am Körper befindet sich ein hochständiges, zoomorphes Kopfprotomen. Die Keramik wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Ihre Außenseite ist polychrom bemalt und poliert. Die Bemalung ist leicht erodiert.

Das Objekt besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes rot, orange, braun und schwarz-braun bemalt wurde. Am Rand befindet sich ein umlaufendes, schwarz-braunes Band. Außen: der Hals wird durch drei umlaufende Friese verziert. Sie zeigen gezahnte Bogenmotive, Stufenelemente und die Strukturen von Textil- oder Flechtwerk. Am Körper befindet sich ein hochständiges, avimorphes Kopfprotomen. Darunter erscheint ein mittelständiger, umlaufender Fries, der ebenfalls auf die Strukturen von Textil oder Flechtwerk anspielt. Er wird durch horizontale, rote Bänder begrenzt. Die Beine repetieren die Form und Verzierung des zoomorphen Kopfprotomens. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Am Hals befindet sich ein hochständiges, umlaufendes Band. Nach Lothrop 1926: highland polychrome ware, conventionalized serpent motive, type I.

Kulturelle Bedeutung: die Typen Birmania Policromo (1350-1000d.C.) und Altiplano Policromo (1350-800d.C.) wurden ausschließlich im Süden der Region Gran Nicoya hergestellt und nach dem Zentralen Hochland und der Atlantikregion Costa Ricas gehandelt. Ihre Keramiken sind sowohl aus Bestattungen als auch aus Siedlungskontexten bekannt. Sie zeichnen sich durch ihre farbliche Bandbreite und einen feinen Strich aus. Beide Gruppen sind häufig miteinander vergesellschaftet.
(Künne 2004)


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