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  • Tongefäß
  • Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939), Sammler
  • Policromo Medio (800 - 1350)
  • Costa Rica
    Nicoya (Stadt)
  • Ton
  • Objektmaß: 13,7 x 18,4 x 18,5 cm
    Mündung: 10 cm
    Wandstärke: 0,55 cm
    Gewicht: 1,1 kg
  • Ident.Nr. IV Ca 41433
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Amerika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andrea Blumtritt
Description
Hochwandige Schüssel mit einem gewölbtem Boden. Die Außenwand des Objekts wurde mit plastischen Applikationen und figürlichen Ritzungen verziert. In den Ritzungen befinden sich Reste einer weißen Bemalung. Die Keramik ist beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert und hoch poliert.

Das Objekt besitzt eine schwarz-braune Grundfarbe. Auf der Außenseite der Gefäßwand befinden sich vier aufgerichtete, raubkatzenähnliche Gestalten, die in Frontal- oder Profilansicht dargestellt wurden. Die gegenständigen Ritzungen besitzen die gleiche Perspektive. Die Figuren, die in Frontalansicht erscheinen, haben aufgesetzte Gesichter und erheben ihre Vorderbeine. Die Innenseite des Objekts blieb unverziert. Nach Lothrop 1926: chocolate ware und black ware.

Kulturelle Bedeutung: die Zeitstellung der Gruppe bedarf zusätzlicher Dokumentationen. Lothrop verbindet den Typ mit seiner black ware, die außerdem Objekte der Gruppen Murillo Aplicado (1520-1350d.C.) und Castillo Esgrafiado (1550-1200d.C.) umfaßt. Er bringt die Gefäße mit der schwarzen Keramik in Zusammenhang, die Oviedo, Castañeda und López de Velasco von der Insel Chira im Golf von Nicoya berichten (Lothrop 1926: 40). Snarskis identifiziert dieselbe Ware mit dem Typ Murillo Aplicado (1981: 198, Foto 113). Baudez (1972: 118f.) datiert ein ähnliches Objekt zwischen 1525 und 1200d.C.
(Künne 2004)


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