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  • Deckelpokal
  • Potsdamer Glashütte, Manufaktur
  • Um 1720
  • Faktischer Entstehungsort: Potsdam
  • (Kupfer)Rubinglas, formgeblasen, Schnitt, Schliff, Teilvergoldung
  • Höhe: 38 cm (mit Deckel)
    Höhe: 36,5 cm (ohne Deckel)
  • Ident.Nr. W-1977,84
  • Sammlung: Kunstgewerbemuseum
  • © Foto: Kunstgewerbemuseum
  • Fotograf/in: Karen Bartsch
Description
Die Glasmasse in der Farbigkeit des Rubins war eine Erfindung des Barocks. Der brandenburgische Hofglasmacher Johann Kunckel (um 1630–1703) entwickelte in Potsdam das Goldrubinglas. Hierfür wurde der Glasschmelze ›Dukatengold‹ (eine Goldlegierung von hoher Reinheit) beigemengt. Goldrubinglas erlangte Wertschätzung durch seine Farbschönheit, seine Kostbarkeit und den verbreiteten Glauben, dass die angeblich heilende Kraft des Goldes auch in einem solchen Gefäß wirke. Die (erneuerte) Vergoldung akzentuiert dekorative Details und ergänzt das prächtige Erscheinungsbild. Auftraggeber oder Empfänger des Deckelpokals muss der ›Soldatenkönig‹ Friedrich Wilhelm I. von Preußen (reg. 1713–1740) gewesen sein. Auf der Schauseite halten zwei sogenannte Wilde Männer sein Wappen. SN


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