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Die Anbetung der Könige
  • Die Anbetung der Könige
  • Bild
  • Meister der Virgo inter virgines (15. Jahrhundert), Herstellung, Maler
  • um 1480
  • Herstellungsort: Utrecht (Stadt)
  • Eichenholz
  • 64,8 x 50 cm
  • Ident.Nr. 1672
  • 1910 Schenkung von Jacques Seligmann, Paris
  • Sammlung: Gemäldegalerie
  • © Foto: Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Christoph Schmidt
Description
Der Meister war zwischen 1470 und 1500 in Delft sowie vermutlich auch in Gouda tätig. Der Einfluss von Justus van Gent und Hugo van der Goes legt die Vermutung nahe, dass sich der Künstler vielleicht für kurze Zeit in den südlichen Niederlanden aufgehalten hat. Der Virgo-Meister gehört neben Geertgen tot Sint Jans zu den bedeutendsten und eigenwilligsten Künstlern seiner Zeit in den nördlichen Niederlanden. Bei der »Anbetung der Könige« handelt es sich um ein charakteristisches Werk des Meisters, das sich durch seine zarte, fein abgestimmte Farbigkeit und die bewegte Linienführung auszeichnet. Unverwechselbar sind die zerbrechlich wirkenden Bildfiguren mit ihren gezierten, theatralisch wirkenden Bewegungen. Eigenwillig ist die Gestaltung der Gesichter, die durch eingefallene Wangen, hohe Stirnen und das weit zurücktretende Haar krank und ausgezehrt wirken. Die innere Spannung religiöser Empfindungen scheint die Bildgestalten ergriffen und ihre äußere Erscheinung geprägt zu haben. | Rainald Grosshans
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This anonymous master was active from 1470 to 1500 in Delft and presumably also in Gouda. The influence of Justus van Gent and Hugo van der Goes suggests that he probably spent a short time in the southern strikingly individual artists of his time in the northern Netherlands. The Adoration of the Kings is a typical work by this master, distinguished by its delicate, finely balanced colouring and lively use of line. The figures are unmistakable: apparently fragile, with dainty, somewhat theatrical gestures. The design of the faces is highly individual. They look ill and exhausted, with sunken cheeks, high foreheads and receding hair. The inner tension of profound religious feeling seems to have seized the figures and made its mark on their outward appearance. | Rainald Grosshans


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