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Hieroglyphischer Papyrus, Jenseitsführer des Wirtschaftsvorstehers Amun-em-wija
  • Hieroglyphischer Papyrus, Jenseitsführer des Wirtschaftsvorstehers Amun-em-wija
  • Rolle (Schriftträger)
  • 3. Zwischenzeit
    Abweichende Datierung: 19./20. Dynastie
  • Theben (Ägypten / Oberägypten)
  • Papyrus (Material), beschriftet und bemalt
  • 22,5 x 178 cm
  • Ident.Nr. P 3127
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Papyrussammlung
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Sandra Steiß
Description
Jenseitsführer für den Vermögensverwalter am Amuntempel Amunemwija mit symbolhaltigen Illustrationen über die Gefahren im Totenreich mit hieroglyphischen Beischriften.
Bildstreifen dieser Art ersetzen ein Totenbuch. Was es durch Texte und beigefügte Vignetten an notwendigem Wissen über die Gefahren im Totenreich und ihre Vermeidung vermittelt, lehren Jenseitsführer durch symbolhaltige Illustrationen. Die Bilderfolge ist von rechts nach links zu lesen:
a) Der Verstorbene opfert der Göttin des Westens.
b) Phoenix und Skarabäus sind Zeichen der Wiedergeburt.
c) Das Herz wird beschworen, nicht gegen den Verstorbenen im Totengericht auszusagen.
d) Die vier "Horussöhne" behüten die Innereien des Verstorbenen.
e) Der Pavian steht hier für das Totengericht, bei dem das Herz gegen die Gerechtigkeit aufgewogen wird.
f) Es folgen die bösen Dämonen und Plätze im "schönen Westen".
g) Der Seelengeleiter Anubis (Schakal) führt den Verstorbenen in die Gefilde der vier Himmelsrichtungen.
h) Die Hathorkuh empfängt am Westberg den Toten, wie sie als Himmelsgöttin auch den Sonnengott empfängt.
i) Der Verstorbene als Priester (kahlköpfig) opfert der Hathor.
(I. Müller)


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