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Faltz, Raimund: Mars und Minerva (Gründung Universität Halle)
  • Faltz, Raimund: Mars und Minerva (Gründung Universität Halle)
  • Medaille
  • Friedrich III./I. (1688-1713), Kurfürst von Brandenburg, seit 1701 König in Preußen, Münzherr
  • 1694
  • Land: Deutschland (Land)
    Region: Brandenburg (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Berlin
  • Material: Silber, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 58,9 g
    Durchmesser: 48 mm
  • Ident.Nr. 18214240
  • Sammlung: Münzkabinett | Medaillen | Brandenburg-Preußen (1500 bis 1918)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Description
Vorderseite: FRIDER III D G M BRAND S R I A C ET ELECT. Drapierte Büste des Friedrich III. im Harnisch mit Ordensband, Löwenmaske an der Schulter und Allongeperücke nach rechts. Im Armabschnitt die Medailleursignatur R FALTZ.

Rückseite: FELI-CITATI TEMPORVM // ACADEMIA HALLENSI / MED BELLO FVNDATA / M DC XCIV [Glückliche Zeiten. Die Universität Halle ist mitten im Kriege 1694 gegründet]. Zu den Seiten eines rauchenden Altars stehen Mars und Minerva und reichen sich die Hände. Im Hintergrund die Ansicht der Stadt Halle. Am Altar die Signatur R F.

Kommentar: Mit den Personifikationen aus der antiken Mythologie ist die Universitätsgründung als friedensgebende Tat während des erst drei Jahre später beendeten Krieges gegen Frankreich symbolisiert. Berlin (S. Pufendorf, Ph. J. Spener) und Halle (V. L. Seckendorff, Chr. Thomasius, A. H. Francke) entwickelten sich zum Ende des 17. Jahrhunderts zu Zentren der Frühaufklärung und des Pietismus. Nach Erlangung des kaiserlichen Privilegs entstand in Halle 1694 offiziell die bereits seit 1680 als 'Ritterakademie' existierende Universität, die schnell eine Vorrangstellung unter den Hochschulen der deutschen Frühaufklärung einnahm. Neben der Festigung des Staates in der anhaltischen Randlage spielten Konkurrenz- und Prestigegründe gegenüber der orthodoxen kurfürstlich sächsischen Universität Leipzig eine Rolle, von der u. a. Thomasius und Francke nach Halle und damit nach Preußen überwechselten.

Literatur: J. Menadier, Schaumünzen des Hauses Hohenzollern (1901) Nr. 201 (dieses Stück); G. Brockmann, Die Medaillen Joachim I. - Friedrich Wilhelm I. 1499-1740 (1994) Nr. 354 (dieses Stück, falsche Abb. bei Nr. 353!); W. Steguweit, Raimund Faltz. Medailleur des Barock. Berliner Numismatische Forschungen Neue Folge 9 (2004) Nr. 19 mit Abb. (dieses Stück); W. Steguweit - B. Kluge, Suum cuique. Medaillenkunst und Münzprägung in Brandenburg-Preußen (2008) Nr. 55 (dieses Stück). - Für das Wachsmodell der Rs. siehe hier Vitrine BM-087/10.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18214240


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