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Galla Placidia
  • Galla Placidia
  • Münze
  • Valentinianus III., Antike Herrscherprägung, Münzherr
    Theodosius II., Antike Herrscherprägung, Münzherr
  • 423-429 n. Chr.
  • Land: Türkei (Land)
    Region: Thrakien (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Konstantinopolis
    Fundort: Polen (Land)
    Fundort: Klein Tromp (Trabki Małe) (Ort)
  • Nominal: Solidus, Material: Gold, Stempelstellung: 6, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 4,34 g
    Durchmesser: 22 mm
  • Ident.Nr. 18213728
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Römische Spätantike (284 bis 476)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Description
Vorderseite: GALLA PLA-CIDIA AVG. Drapierte Büste der Galla Placidia mit Diadem in der Brustansicht nach r. Oben die bekränzende Hand Gottes.

Rückseite: VOT XX - MVLT XXX // CONOB. Victoria steht in der Vorderansicht, den Kopf nach l. gewandt. Sie hält in ihrer r. Hand ein Langkreuz. Oben ein Stern.

Kommentar: Aelia Galla Placidia wurde wahrscheinlich 388 n. Chr. geboren und war die einzige überlebende Tochter des Theodosius I. und seiner Frau Galla. 395 n. Chr. wurde sie vom Hof in Constantinopolis zum ihrem Halbbruder Honorius nach Ravenna gebracht. Bei der Eroberung Rom 410 n. Chr. fiel sie in die Hände der Westgoten und wurde von diesen nach Gallien gebracht. Gegen den Willen des Honorius heiratete sie dort 414 n. Chr. den König Athaulf (der gemeinsame Sohn Theodosius starb nach wenigen Wochen) und kam nach dessen Tod 416 n. Chr. frei (im Austausch gegen eine große Getreidelieferung). Sie heiratete 417 n. Chr. den Constantius (III.), mit dem sie zwei Kinder, Valentinianus (III.) und Iusta Grata Honoria, hatte. Sie trug seit ihrer Heirat mit Constantius III. den Titel einer Augusta. Nach einem Streit mit Honorius floh sie mit ihrem Sohn nach Constantinopolis und kehrte erst nach dem Tode des Honorius 423 n. Chr. mit dem sechsjährigen Valentinianus III. und als eigentliche Herrscherin im Westen in dessen ersten Regierungsjahren zurück. Sie verbrachte die meiste Zeit in Ravenna und starb dort am 27.11.450 n. Chr.

Literatur: RIC X Nr. 231; K. Dahmen, Der Schatzfund von Klein Tromp in Ostpreußen (heute Trąbki Małe, Polen) Fundbeschreibung und -geschichte, Jahrbuch der Berliner Museen 2014, 75-90 (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18213728


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