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Alexandria: Antoninus Pius
  • Alexandria: Antoninus Pius
  • Münze
  • Antoninus Pius, Antike Herrscherprägung, Münzherr
  • 144-145 n. Chr.
  • Land: Ägypten (Land)
    Region: Ägypten (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Alexandria
  • Nominal: Drachme, Material: Bronze, Stempelstellung: 11, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 23,38 g
    Durchmesser: 34 mm
  • Ident.Nr. 18212839
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Griechen, Römische Kaiserzeit (-30 bis 283)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Reinhard Saczewski
Description
Vorderseite: ΑYΤ Κ Τ ΑΙΛ ΑΔΡ - ΑΝΤWΝΙΝΟC - CΕΒ ΕYC. Kopf des Antoninus Pius mit Lorbeerkranz nach r.

Rückseite: L / H [Jahr acht]. Herakles mit Keule steht in Frontalansicht, den Kopf nach r. gewandt. Dort, ebenfalls frontal stehend, Apollon mit Leier in der l. Hand, Kopf nach l. In der Mitte von ihnen oberhalb Büste des Hermes nach r., Stern über dem Kopf von Apollon.

Kommentar: Zodiacus: Merkur in Zwilling. Der römische Kaiser Antoninus Pius ließ im Jahr 144/145 n. Chr. eine Serie alexandrinischer Münzen prägen, die den Tierkreis (zodiacus) thematisiert. Die bronzenen Drachmen zeigen auf der Vorderseite die Porträtbüste des Kaisers und auf den Rückseiten die zwölf Tierkreiszeichen jeweils mit den sie begleitenden Planetengöttern. Manche Drachmen bilden auf der Rückseite den kompletten Tierkreis (Zodiacus) ab. Diese Tierkreiszeichen entsprechen in Aussehen und Namen zum Großteil den uns auch heute noch geläufigen. Dies betrifft vor allem die Tierzeichen - Widder, Stier, Krebs, Löwe, Fische und Skorpion – nur der Steinbock wird in der Antike als Mischwesen aus Ziege und Fisch (sog. Ziegenfisch oder capricornus) dargestellt. Wie auf den alexandrinischen Drachmen wird auch heute noch der Schütze häufig als Kentaur, als Fabelwesen aus Mensch und Pferd, der Pfeil und Bogen spannt und der Wassermann als Jüngling, der aus einem Gefäß Wasser schüttet, gebildet. Die antiken Münzen zeigen als Versinnbildlichung des Zeichens Jungfrau, die jungfräuliche Göttin Athena und als Zwillinge den Gott Apollon und den Halbgott Herakles. Über oder neben dem Tierkreiszeichen erscheint auf den Münzen jeweils die Büste eines Gottes oder einer Göttin, die einen Planeten symbolisieren, was die zum Sternzeichen gehörige Planetenkonstellation für das Jahr 144/145 meint, z.B. Saturn in Wassermann oder Mars in Skorpion.

Literatur: A. Geissen, Katalog alexandrinischer Kaisermünzen der Sammlung des Instituts für Altertumskunde der Universität zu Köln II (1978) Nr. 1899; C. W. A. Carlson, Rarities 3 - The Zodiac Series, Journal of the Society for Ancient Numismatics 4 Nr. 3, 1972-1973, 46 ff. Nr. 2962.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18212839


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