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  • Kanne (Gefäß)
  • ʿAli ibn ʿAbdallah al-ʿAlawi an-Naqqasch al-Mausili, Herstellung, Hersteller
  • 1251 - 1275
    Datierung engl.: 1251 - 1275
    Dynastie - dt.: Aiyubiden
    Dynastie - engl.: Ayyubids
  • Herkunft (Allgemein): Dschazira (Region)
    Herkunft (Allgemein): Irak (Land)
    Herkunft (Allgemein): Mosul (Ort)
  • Kupferlegierung, Gold, Silber, gravierte/zieseliert, tauschiert
  • Höhe: 35 cm
    Durchmesser: 21 cm
    Durchmesser: 11 cm Rand
    Durchmesser: 17,3 cm Fuß
    Gewicht: 2025 g
  • Ident.Nr. I. 6580
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Kramer
Description
Multimedia
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Die Wasserkanne ist Teil eines Waschgeschirrs, zusammen mit dem Becken I. 6581, das bei den höfischen Gelagen zum Händewaschen gereicht wurde. Beide Gefäße sind mit aufwendiger Gold- und Silbertauschierung dekoriert: Bei dieser Dekortechnik werden dünne Gold- und Silberdrähte in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt – häufig aus Messing – eingehämmert.

Details wie Gesichtszüge und Gewandmuster werden anschließend mit Punzen und Sticheln nachgetragen. Meist sind die Muster so dicht, dass das darunterliegende Metall fast völlig bedeckt ist. Auf der Kanne gruppieren sich Thron- und Reiterbilder als Herrscherrepräsentation. Darunter erscheinen die Planeten zusammen mit den zu ihnen gehörigen Tierkreiszeichen: Jupiter und Fische, Venus und Waage sowie Merkur und Zwillinge in den größeren Medaillons. Mars, Saturn, Sonne und Mond sind in kleineren Medaillons dargestellt, teilweise als Sitzfiguren mit Sonnenscheibe und Mondsichel.

Die Signatur des ʿAli ibn ʿAbdallah al-ʿAlawi an-Naqqasch al-Mausili verläuft an der Innenseite des Kannendeckels; sie lässt schließen, dass er aus der am oberen Tigris gelegenen Handelsstadt Mosul stammte, wo im 13. Jahrhundert ein Aufschwung des Tauschierhandwerks einsetzte und sich die Bezeichnung al-Mausili zu einer Art Gütesiegel entwickelte. Ein derart kostbares Waschgeschirr – allein die Kanne wiegt 2025 g - wurde für den Hof oder eine sehr hochstehende Persönlichkeit gefertigt.


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